Freitag, Dezember 29, 2006

Vorsicht liebe Kinder! Naschen kann eure Gesundheit gefährden!

Ein erschütternder Bericht von Frau Prof. Lakriza Schneckejewa von der Universität Katjessogrod in Absurdistan:

Jahrzehntelange Feldversuche in den Urwäldern Borneos fördern erschütterndes zu Tage. Frau Schneckejewas Probanden bewiesen, dass der übermässige Konsum von Süssigkeiten nicht nur schlecht für die Figur ist und Karies im Übermass fördern kann, sondern auch noch andere unangenehme Nebenwirkungen hat.
Der Stamm der Schleckaleckas im Süden der Insel Borneo hat sich im Rahmen der Versuchsreihe, seit 22 Jahren ausschliesslich von Lakritzesüssigkeiten ernährt. Die unverkennbaren Folgen waren eine Deformation und übermässige Rötung der Zunge, eine extreme dunkle Verfärbung der Haut. Der Körper schied die Lakritzessenzen über die Poren aus, die Haut wirkte glänzend und im Umkreis von sechs Quadratkilometern lag der süssliche Duft von Lakritze in der Luft. Verschiedene heimische Tierarten mieden das Territorium der Schleckaleckas, weil sie von den Geruchsemissionen belästigt waren.
Also liebe Kinder zu Hause, beim Naschen aufpassen, sonst kann es Euch bald wie dem Häuptling Harrhyboo ergehen (Bild oben v.r.).

Nächste Woche berichten wir aus einem nördlichen Dorf, wo eine ähnliche Testreihe mit dem Konsum von Gummibären gefahren wurde.

XY.....macht nicht nur Kinder froh, sondern Urvölker ebenso!

Ich bin persönlich der Meinung, dass man Süssigkeiten erst ab 14 Jahre frei erwerben darf. Zudem sollten Warnhinweise wie "Süssigkeiten schaden Deiner Figur", "Zahnärzte finanzieren? Nein Danke!", "Der Konsum von Süssigkeiten schadet Deiner Gesundheit" oder zur Abschreckung gar Fotos von Zahnarztbildern mit von Karies zerfressenen Zahnstümmeln oder verfressenen Teenies auf die Packungen machen.

Tja, wer weiss, womit uns die EU im kommenden Jahr überraschen wird!

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Weihnachten überlebt oder Aktion "2 X Weihnachten"

Warum tun sich das meine Mitmenschen jedes Jahr von Neuem an?
In den Wochen vor Weihnachten hört man überall die hektischen Aussprüche genervter Arbeitskollegen, alter Bekannten, netter Verwandten oder wildfremder Passanten:

"ich hab'keine Zeit, bin im Weihnachtsstress, muss noch Geschenke einkaufen, was soll ich bloss schenken?"

Warum lassen sich bloss alle Jahre wieder so Viele von dieser unkontrollierten Konsumeuphorie packen? Erstens weiss man nicht was der Beschenkte wirklich will, bereits hat oder wirklich benutzen kann und zweitens kann ich mir nicht alles leisten, was ein Beschenkter effektiv möchte! Alternative? Geschenke selber machen!!!

Wie immer gilt die Devise:

Nach Weihnachten ist doch immer wieder vor Weihnachten!

Plant doch bereits heute selbergemachte Geschenke für 2007, damit Ihr nicht noch am 24. Dezember eiligst was im Tankstellen-Shop oder im Bahnhofsshopping auf den allerletzten Drücker einkaufen müsst!

Macht es wie ich und schenkt doch wieder mal was Selbstgemachtes! Mit etwas Eigeninitiative, viel Phantasie und einer guten Portion Selbstbewusstsein kreiert man was Ausserordentliches. Ein persönliches Geschenk, das bestimmt in Erinnerung bleibt!
Selbstgemachte Geschenke bereiten immer die grösste Freude und bringen die Beschenkten immer wieder ins Staunen...

Als Beispiel könnt Ihr Euch bei mir gerne mein Schnittmuster für den oben abgebildeten Pullover "Rusty der Clown" gegen eine bescheidene Gebühr von CHF 643.90 zzgl. Portospesen bestellen. Beginnt lieber heute als morgen mit der Arbeit, damit Ihr bis Weihnachten 2007 fertig werdet.
Ein kleiner Tip für den Anfänger, die Nasenpassage ist sehr heikel! Liest die Anleitung genau durch, vielleicht kriegt Ihr die Nase noch etwas runder als ich hin.

Also bestellt bereits Heute das Schnittmuster, denn wie sagt das alte Sprichwort:
Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Viel Spass und einen Gruss an die künftigen Beschenkten: "...seit einigen Jahren gibt es die Aktion "2 X Weihnachten". Damit könnt Ihr auch bedürftige Fremde an Eurer Freude teilhaben lassen...

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"


Freitag, Dezember 22, 2006

Was ist eigentlich Absurdistan?


Viele Fragen mich, was Absurdistan sein soll. Nun Absurdistan nenne ich die Welt in der wir heute leben. Ganz nach meinem Motto "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!" erscheint die heutige Welt in einem Zerrbild und rückt immer mehr ins Absurde. Einige Beispiele gefällig?

Im Kino läuft 007 mit einem harmlosen James Bond, der uns zu den Wurzeln ins Casino Royal führt und in London wird ein ehemaliger KGB-Agent mit Pullonium vergiftet. Scottland Yard ermittelt in Moskau...was ist nun Fiktion und was Realität?

Für eine Kantonsstrasse im Biosphären Reservat Entlebuch wird Granit aus China importiert und gleichzeitig wissen wir in der Schweiz schon gar nicht mehr wo hin mit dem Aushub aus den Neat-Baustellen...regional buddeln und global Bauen?

Im Sommer 06 werden auf Schweizer Schulhöfen harmlose Panini-Bilder verboten oder von der Lehrerschaft konfisziert und im Herbst 06 kursieren immer noch Handys mit sexistischen Bildern und Filmchen auf den Pausenplätzen...wer hat noch den moralischen Durchblick?

Die NASA präsentiert Milliarden Pläne zur Bevölkerung des Mondes als Ausgangspunkt für einen bemannten Flug zum Mars und gleichzeitig klafft ein Milliarden Loch im US-Haushalt, weil man die "Jungs" nicht aus dem Irak abzieht...wer soll das bezahlen?

Gemäss Bilanz Ausgabe halten die 300 Reichsten in der Schweiz ein 400 Milliarden Vermögen in ihren Krallen, während dem wir laut Blick 1 Million Arme unter uns haben...wenn mathematisch jeder Milliardär nur noch eine Milliarde für sich behalten würde, könnten die restlichen 100 Milliarden dafür benötigt werden jedem Armen in der Schweiz CHF 100'000.00 zu schenken...oder?

Die Süddeutschen gemeinden reklamieren über den Fluglärm, den der Flughafen Zürich verursacht, dabei leben im Raum Zürich unlängst mehr Deutsche als im ganzen Raum jenseits der süddeutschen Grenze.

Nun wisst ihr alle Bescheid, was Absurdistan ist. Es ist die Welt in der wir leben und wir sind alle ein Teil davon. Sie haben soeben die Grenze zu Absurdistan überschritten. Herzlich Willkommen!

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"



Dienstag, Dezember 19, 2006

Wenn die Luft dünn wird oder Haluzination auf 2'500 müM

Es war ein ganz normaler Arbeitstag an jenem 14. Dezember. Die Sonne schien hell am Stahlblauen Himmel, die Aussentemperatur betrug -6 Grad Celsius. Ein herrlicher Tag zum Fliegen. Die Passagiere, die meisten waren Touristen aus fernen Ländern, hatten ihre Plätze eingenommen. Die Systeme hatte er vorgängig wie vor jedem Start minutiös basierend auf seiner Check Liste geprüft. Alles funktionierte routinemässig und ohne Störungen. Die Zentrale gab das Signal zum Start und anmutig hob er sanft ab. Rasch gewannen sie an Höhe. Unten ihnen bildete die schneebedeckte Landschaft einen traumhaften Anblick. Über ihnen öffnete sich der Winterhimmel in seiner unbestechlichen Klarheit. Die grellen Sonnenstrahlen durchfluteten die Kabine mit einem gleissenden Licht.
Sie hatten die Hälfte geschafft, als ihm unerwartet und plötzlich ein Passagier einen stumpfen Gegenstand in seine Rippen presste. „Sie ruhig sein…“, flüsterte er mit einem starken Akzent, „…und bleiben auf Kurs!“ Sein Herz raste und er spürte seine Halsadern wild pulsierend. Dicke Schweissperlen kullerten ihm über das Gesicht. „Dieser Donnerstag hatte so friedvoll begonnen“, huschte es ihm durch den Kopf. Seine Gedanken drehten sich chaotisch im Kreis. „Was soll ich tun…kann ich jemanden benachrichtigen…das ist doch absurd…warum wir?“ Nach wenigen Minuten streckte ihm der Unbekannte, der sich eine Wollmütze über das Gesicht gezogen hatte und unter seiner Jacke einen dicken Wollpullover trug einen Fresszettel hin. „ich will auf Malta landen!“
Geschockt drehte er sich um und für den Bruchteil einer Sekunde sah er dem Fremden in die Augen. Dieser quittierte diese Reaktion mit einem schmerzlichen Faustschlag in die Nierengegend. Vor Schmerzen krümmte er sich und verlor den Halt. Die bisher ahnungslosen Passagiere bekamen das Handgemenge mit und einige wollte instinktiv zu Hilfe eilen. „Jeder bleibt wo er ist!“, schrie der maskierte Fremde und hob seinen dicken Wollpullover. „Wir werden Malta landen…“ schob er in gebrochenem Deutsch nach „…und ihnen wird Nichts passieren, wenn ruhig sein!“
Der Schock sass tief und die fragenden, ungläubigen Blicke der Passagiere liessen erkennen, dass keiner an eine problemlose Landung in Malta glaubte. Der maskierte Entführer zerrte ihn hoch und wollte seiner Forderung Nachdruck verleihen in dem er ihn mit dem Gesicht auf die Steuerkonsole presste. „Los, nach Malta, du verstehen…“, schnaubte der maskierte nervös „…und keine Spässchen!“
In diesem Moment schaukelte es bedrohlich und ein angsterfülltes Raunen machte die Runde.

„Und zum Schluss noch diese absurde Geschichte,“ eröffnete der Sprecher der Spätnachrichten seinen letzten Block. „Heute Vormittag hat ein Passagier der Weissfluh Luftseilbahn in Arosa den irrwitzigen Versuch gestartet, die neun Uhr fünfzig Gondel mit 47 Passagieren in seine Gewalt zu bringen. Der offensichtlich verwirrte Mann forderte den Weiterflug nach Malta und wurde nach einem kurzen Handgemenge von zwei einheimischen Skifahrern übermannt. Nach zehn Minuten erreichte die Gondel wie gewohnt die Mittelstation und sämtliche Passagiere konnten unverletzt den Tag im Schnee verbringen.“ Der Nachrichtensprecher, bündelte seine Notizen in geübter Manier, richtete den rechten Zeigefinger auf die Kamera 2 und sagte mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen: „Tja, das waren sie wieder, die Nachrichten aus Absurdistan…und denken Sie immer dran: wenn höt ned schpensch, denn schpensch!“



Sir Joe – „Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!“

Montag, Dezember 11, 2006

Cumarin im Zimt oder was ist eigentlich Pulonium?


Nachdem wir über Jahre mit einer Schreckensmeldung nach der anderen zu Asketen verkommen sind und uns mit Verzicht geisseln, erreicht uns pünktlich zu Weihnachten die Schreckensmeldung!


Nachdem wir seit Jahren zu hohe Nitratwerte im Salat hatten, Pilze nach Tschernobyl nur noch mit Bedenken zu uns nahmen, die Fische aus einheimischen Gewässern nur noch unter Vorbehalt genossen, im Gemüse Quecksilber und Düngereste gefunden wurden, die Maul- und Klauensäuche, der Rinderwahn und die Vogelgrippe die Fleischeslust verdarb, von Meldungen über Gammelfleisch ganz zu Schweigen, den Listerien im Käse und den Salmonellen in den Eiern viele Gerichte zum Opfer fielen erreicht uns die entwarnde Meldung des Bundesamtes für Gesundheit:

"Cumarin in Zimt: Selbstgebackenes ist unproblematisch
Bern, 03.11.2006 - In Deutschland wurden in Kontrollen von Zimtgebäck zum Teil erhebliche Mengen an Cumarin gefunden. Diese Substanz kann bei besonders empfindlichen Menschen (z.B. Kinder) zu Leberentzündungen führen. Das Bundesamt für Gesundheit hat die Situation in der Schweiz abgeklärt und die Vollzugsorgane angewiesen, Lebensmittel mit zu hohem Cumarin-Gehalt vom Markt zu nehmen. Im Privathaushalt wird in der Schweiz vorwiegend der unproblematische Ceylon-Zimt verwendet."


Gottseidank! Ich dachte schon der ehemalige sowjetische Geheimagent Litiwnenko sei gar nicht einer fiesen Pulonium-Attacke zum Opfer gefallen, sondern er sei einer Überdosis Zimtsterne erlegen...!

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"